Das Museum für Völkerkunde: viele Kulturen unter einem Dach

Das Museum für Völkerkunde ist heute eines der größten Völkerkundemuseen aus ganz Europa. Die Sammlungen umfassen rund 700.000 Exponate – ausreichend Anschauungsmaterial, um die Kultur- und Kunstgeschichte unterschiedlicher Völker zu dokumentieren.

Museum für Völkerkunde

Die Gründung im 19. Jahrhundert

Die Gründung des Museums im Jahr 1879 ist auf eine ethnographische Sammlung der Stadtbibiothek aus dem Jahr 1842 zurückzuführen. Einst als "Culturhistorisches Museum" bezeichnet, wurde die Ausstellung für lange Zeit durch den ersten hauptamtlichen Direktor Georg Thilenius geleitet. Engagiert setzt sich der Museumsdirektor für den Umzug in ein eigenes Gebäude ein. Aus dieser Idee entstand von 1908 bis 1912 das Museum an der Rothenbaumchaussee, das bis heute nicht seinen Standort gewechselt hat.

Eine Begegnungsstätte für Menschen verschiedener Gesinnungen und Kulturen

Das Museum für Völkerkunde betrachtet sich heute als Begegnungsstätte für Menschen verschiedener Kulturen. Besucher erwartet ein kultureller Mix kostbarer Güter und Schätze aus allen Teilen der Welt. Der Besuch im Museum für Völkerkunde ist wie eine kleine Weltreise. Von Schnitzereien der Maori aus Neuseeland über Statuen des Alten Ägyptens bis hin zu Masken nordamerikanischer Indianer – die Vielfalt ist riesengroß.

Eine der größten völkerkundlichen Sammlungen Deutschlands

Das Völkermuseum in Hamburg lockt seine Gäste mit einer der deutschlandweit größten Sammlungen an. Großer Beliebtheit erfreut sich die Dauerausstellung über Indianer und ihr Leben in Mittel- und Südamerika. Diese Kollektion stellt beispielsweise Steinskulpturen der Maya und Azteken oder Alltagsgegenstände der Völker wie Töpfe und Textilien zur Schau. Der Asien-Bereich begeistert mit Ausstellungsstücken wie Buddha-Statuen oder Samurai-Rüstungen. In der Sammlung des Mittleren Ostens werden hingegen Glasmalereien präsentiert. Auf besonderen Pfaden bewegen sich Besucher des Hexen-Archivs. In dieser Abteilung liegt weit mehr als ein Hauch von Magie in der Luft. Zugleich führt dieser Besuch in die Zeit des europäischen Mittelalters. Hier erfährt jeder Interessent, welch große Rolle der Aberglaube in der damaligen Zeit spielte.

Ausstellungs-Highlights für Groß und Klein

Neben Tipis aus Nordamerika oder altägyptischen Grabkammern verzaubert das Museum für Völkerkunde mit Konzerten und Märkten. Das in das Museum inkludierte Restaurant "Okzident" lädt seine Gäste zur kulinarischen Entdeckungsreise durch die ganze Welt ein. Zur "Kinderzeit" dürfen sich die jüngsten Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das den Themen der Ausstellungen angepasst ist. Erfahrene Museumspädagogen nehmen sich für die jüngsten Besucher Zeit, um mit ihnen zu basteln oder Geheimnisse zu erforschen. Wer möchte, darf im Museum für Völkerkunde sogar ein Fährtenleser-Diplom abschließen. Dieses Highlight lassen sich viele junge Besucher nicht entgehen.

  • Anschrift: Völkerkundemuseum Hamburg, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg
  • Telefon: 040/4288790
  • Mail: info@mvhamburg.de
  • Internet: http://www.voelkerkundemuseum.com/
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 21 Uhr
  • Eintrittspreise: Erwachsene 8,50 Euro; ermäßigt 4 Euro; Eintritt ist für Besucher bis zu 17 Jahren frei
  • Anfahrt: U1 Haltestelle Hallerstraße; S11, S21, S31 Haltestelle Dammtor; Buslinie M15 Haltestelle Hallerstraße; Buslinie 109/Schnellbus 34 Haltestelle Böttgerstraße

Hier befindet sich das Museum für Völkerkunde in Hamburg